Inhalte

1. Start: Positionsbestimmung und Rollenklärung

Inhalte / Ziele: Die Teilnehmer der Ausbildungsgruppe lernen sich kennen. Wie können wir zusammen lernen? Welche persönlichen Zielsetzungen und Entwicklungsvorhaben für die eigene Qualifizierung haben die einzelnen Teilnehmer? Was ist ein Innovationspromotor? Für die Ausbildung wird ein gemeinsames Verständnis von Innovation und vom Innovationspromotor entwickelt. Das Projekt GI:VE als theoretischer Rahmen und methodische Toolbox wird diskutiert. Formen der Beratung und Intervention bei Innovationsprozessen werden als gemeinsame Landkarte entwickelt. Die Haltung als Prozesspromotor von Innovationen wird erarbeitet und auf die jeweilige Unternehmenssituation bezogen. Angewandte Methoden zur Selbstreflexion werden diskutiert und für die Praxis als Innovationspromotor aufbereitet.

2. Organisationale Rahmenbedingungen für Innovationen und Veränderungen              

Inhalte / Ziele: Innovation heißt oft auch Veränderung von persönlichen und organisationalen Gegebenheiten, die sowohl Anlass, Inhalt oder Folge einer Innovation sein kann. Damit Innovationen gelingen, müssen auch diese Veränderungen gelingen. Was sind typische Probleme und Reaktionen? Wie „tickt“ mein Unternehmen? Welches Bild haben wir von einem „Unternehmen“ oder einer „Non-Profit-Organisation“? Welchen Beitrag kann eine innovationsförderliche Unternehmenskultur leisten und wie könnte das aussehen? Wie kann man überhaupt gezielt in laufende soziale Systeme eingreifen? Welche Dynamiken kann ein Eingriff auslösen oder verläuft das meiste sowieso im Sande? Ziel ist eine Sensibilisierung für das Problem von Veränderungen bei Innovationen und ein besseres Verständnis der Möglichkeiten und Grenzen als Promotor Innovationsprozesse voranzubringen.

3. Ideenmanagement – wie kommt man zu besserem Wissen und zu erfolgreichen Innovationen? 

Inhalte / Ziele: Was sind Innovationen? Was unterscheidet sie vom Alltagsgeschäft? Wie kommt überhaupt Neues bzw. neues Wissen in die Welt und wie kann es sich etablieren? Die Teilnehmer/innen erarbeiten und vertiefen  ein evolutionäres Modell der Innovation, das verschiedene theoretische Konzepte aus mehreren Disziplinen integriert. Hierbei werden alle Ebenen in und um Unternehmen (Individuum, Team, gesamtes Unternehmen, Kooperationspartner, Wettbewerber, Kunden, Wissenschaft, Politik etc.) einbezogen. Ziel ist, die Vielfalt des Neuen bei Innovationen im Abgleich mit den eigenen Erfahrungen besser verstehen und einordnen zu können. Auf dieser Basis werden Leitfäden für ein (besseres) Ideenmanagement erarbeitet.
 
4. Veränderung
 
Inhalte / Ziele: Das Veränderungsmanagement beinhaltet die sieben Basisprozesse der Organisationsentwicklung (Diagnose, Zukunftsgestaltung, Lernen, Information, Motivation, Umsetzung und Wandel). In diesem Modul werden wir diese Basisprozesse an Hand des konkreten Beispiels des Ideenmanagements theoretisch fundieren und praktisch umsetzen.
 
5. Diagnostik und Evaluation
  
Inhalte / Ziele: Das Modul vermittelt einen analytischen Blick auf das Innovationsgeschehen im Unternehmen und geht der Frage nach, wie sich Potentiale entdecken und heben lassen. Denn nur wer weiß, wo er suchen muss, der findet auch. Anhand firmentypischer Prozesse werden die verschiedenen Möglichkeiten erörtert, erfolgskritische Faktoren zu ermitteln und deren Veränderungen zu bewerten. Am Ende dieses Prozesses steht eine Sammlung erprobter Methoden, die es dem Innovationspromotor ermöglicht, sich ein umfassendes Bild über das Innovationsgeschehen im Unternehmen zu bilden. Darüber hinaus werden mögliche Hürden und Fallstricke der Datenerhebung und -interpretation diskutiert.  
 
6. Projektmanagement
 
Inhalte / Ziele: Gefördert wird die Fähigkeit der Innovationspromotoren, anderen Projektleitern und Ideenumsetzern fachliche Hilfestellungen geben zu können. Zu diesem Zweck werden zielgerichtet die Kompetenzen im Projektmanagement vervollständigt und erweitert. Dazu wird auf betriebswirtschaftliche und organisationspsychologische Methoden zurückgegriffen, die im Laufe einer Projektlaufzeit von hohem Nutzen sein können. Im Rahmen dieses Moduls werden diese individuell erprobt und bewertet.
 
7. Kommunikation und Moderation
 
Inhalte / Ziele: Das Modul beinhaltet Grundlagen und Konzepte der Kommunikation und Moderation, die zur Begleitung und Unterstützung von Innovationen notwendig sind. Die vermittelten Modelle werden durch praktische Übungen vertieft, z.B. zur partnerzentrierten Gesprächsführung. Typische Gesprächsphasen, deren Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung werden analysiert und die praktische Anwendung gemeinsam diskutiert. Des Weiteren werden wichtige Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt, die zur Leitung von Besprechungen und Arbeitstreffen notwendig sind. Ein strukturiertes, effizientes und ergebnisorientierte Vorgehen in Meetings und Workshops (gezielte Impulse setzen, Fragen, adressatengerechte Visualisierungsmethoden) ermöglicht es, alle Meinungen der Gruppenteilnehmer für den gemeinsamen Arbeits- und Innovationsprozess nutzbar zu machen und eine hohe Identifikation mit gemeinsam erarbeiteten Beschlüssen zu erreichen. Insgesamt stehen die Reflexion des eigenen Verhaltens und die Erweiterung von bestehenden Fähigkeiten der Teilnehmer im Fokus.
 
8. Konflikte in Innovationsprozessen
  
Inhalte / Ziele: Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen lernen einen konstruktiven Umgang mit
Konflikten und werden sensibilisiert für mögliche Konflikte, die mit ihrer Arbeit als Innovationspromotor zusammenhängen. Das Modul vermittelt Grundlagen zum Thema soziale Konflikte. Hierbei werden u.a. Konfliktstile, Konfliktverlaufsmodelle und Schritte der Konfliktklärung behandelt. In Übungen wird die Reflexion des eigenen Konfliktverhaltens & -erlebens ermöglicht. Die vermittelten Inhalte werden in Kleingruppen
vertieft und gemeinsam für die Anwendung im Rahmen der Innovationsunterstützung aufbereitet. 

9. Ausbildungsabschluss

Inhalte / Ziele: In diesem Modul werden die Themen der Ausbildung zusammengeführt, die Teilnehmer ziehen in einer Rückschau inhaltlich und persönlich Bilanz. Was hat sich verändert, wo sind die Eckpunkte und Stolpersteine? Wo gab es in der Qualifizierung besonderen Nutzen für eigene Projekte? Wie ist die individuelle Entwicklung verlaufen? Eine abschließende Positionsbestimmung ist die Basis für einen Ausblick auf die kontinuierliche eigene Tätigkeit als Innovationspromotor. Der Transfer innerhalb der Ausbildungsgruppe wird mit festen Terminen über die Ausbildung hinaus organisiert und die Vernetzung gefestigt.